Kreispokalfinale: SG Langstadt/Babenhausen – Germ. Ober-Roden 1:2 (0:1)
Kreispokalfinale: Germ. Ober-Roden nach 2:1 gegen SG Langstadt/Babenhausen wieder für Hessenpokal qualifiziert
Auch 2026 heißt der Dieburger Fußball-Kreispokalsieger Germania Ober-Roden. Der Verbandsligist setzte sich am Mittwochabend im Finale in Hergershausen mit 2:1 (1:0) gegen Noch-Ligakonkurrent SG Langstadt/Babenhausen durch. Adnan Voloder gelang vor rund 500 Zuschauern kurz vor Schluss der Siegtreffer, durch den die Germania erneut für den Hessenpokal qualifiziert ist.
Treber sieht beim Ausgleich nicht gut aus
„Heute waren wir der glückliche Sieger, da wir die Phase nach dem 1:1-Ausgleich überstanden haben und mit unserer einzigen größeren Torchance der zweiten Hälfte das Siegtor gemacht haben. Wir wollten unbedingt wieder den Pokal gewinnen, das haben wir geschafft. Wir haben eine super Saison gespielt. Das Finale war nochmal ein Kraftakt“, sagte Ober-Rodens Trainer Fabian Bäcker, für den es mit der Germania seit 2020 der sechste Kreispokalsieg war. Die Serie wurde lediglich vom SV Münster (2022) durchbrochen. Max Martin, Trainer der SG Langstadt/Babenhausen, meinte: „Die Leistung war trotz unserer Personalprobleme in Ordnung. Bei uns ist schon die ganze Saison das Problem, dass vorne so ein bisschen ein Vollstrecker fehlt. Das hat man auch heute wieder gesehen.“
Nach einer Ecke von Abdulrahman Sancak, die von Maik Neuendorf verlängert wurde, war Muhamad Ashriam in der 21. Minute zur Stelle und brachte die leicht favorisierte Germania in Führung. Kurz darauf hatte Ashriam die große Möglichkeit zu seinem zweiten Tor, er schoss aber vorbei. Ober-Roden, in der Verbandsliga derzeit Tabellensiebter, hatte vor der Pause ein Chancenplus. „In der ersten Hälfte hätten wir viel dafür tun können, dass es nicht so eng wird“, sagte Fabian Bäcker nach dem Spiel. „Kurz nach unserer Führung hatten wir eine Riesenchance aufs zweite Tor und danach gute Aktionen im Sechzehner. In der zweiten Hälfte haben die Langstädter ihr Herz auf dem Platz gelassen und wir haben sehr unrund gespielt und zu viele Fehler gemacht.“
Großchancen gab es im zweiten Abschnitt zunächst nicht. In der 79. Minute glich Kyran Chambron Pinho aber mit einem Freistoßtreffer, bei dem Germania-Torhüter Jannik Treber nicht gut aussah, zum 1:1 aus. In der Folge wäre das Spiel beinahe vollends gekippt. Die SG, die seit dem vergangenen Sonntag als Verbandsliga-Absteiger feststeht, hatte den Siegtreffer auf dem Fuß (83. Sioh Lim) beziehungsweise auf dem Kopf (86., Ben Bachmann). Das Siegtor erzielte in der 90. Minute, als sich viele Zuschauer schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten, aber die Germania. Nach schöner Vorarbeit von Drilon Jashari umkurvte Adnan Voloder, der die Germania am Saisonende verlassen wird, SG-Torhüter Luca Bieber und schob zum 2:1 ein.
Roß hofft auf weniger Spielabsagen Bei der Siegerehrung durch den stellvertretenden Kreisfußballwart Dominik Roß („Das war ein packendes Finale auf Augenhöhe“) durfte Germania-Kapitän Marc Züge erneut den Kreispokal und den Gutschein eines Sportgeschäfts in Höhe von 350 Euro entgegennehmen. Roß hofft sicher, dass es in der kommenden Saison weniger Spielabsagen im Kreispokal gibt. Unter anderem waren drei von vier Viertelfinalspielen und ein Halbfinale ausgefallen, da die jeweils niedriger spielende Mannschaft die Partie kampflos abgab.
SG Langstadt/Babenhausen: Bieber, Luca – Peikert, Pascal (65′ Huber, Noel) – Krapp, Manuel (C) – Pertosa, Gian Luca – Chambron Pinho, Kyran – Schüßler, Luca (75′ Postall, Adrian) – Felde, Simon – Idir, Philipp (59′ Lim, Sioh) – Parmakovic, Nemanja – Bachmann, Ben – Ludwig, Julian
Tore: 1:0 Ashriam (21′), 1:1 Chambron Pinho (79′), 2:1 Voloder (90′)

